Der Aufsatz von Walter Pfannkuche von der Technischen Universität Berlin fragt danach, ob in den modernen und von Arbeitslosigkeit geplagten Industrienationen die Einführung eines Rechts auf Arbeit moralisch gefordert ist.
Die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung beschreibt die christlicher Sicht, dass das Menschenrecht auf Arbeit unmittelbarer Ausdruck der Menschenwürde ist. Der Mensch ist für ein tätiges Leben geschaffen und erfährt dessen Sinnhaftigkeit im Austausch mit seinen Mitmenschen.
Fast alle Flüchtlinge wollen arbeiten. Mit Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz ist ein menschenwürdiges Leben nicht möglich. Viele sind auch stolz und wollen nicht auf Kosten anderer leben. Der Münchner Flüchtlingsrat befasst sich mit dem Thema "Arbeitsverbote für Flüchtlinge", fordert ihre Aufhebung und informiert dazu über Veranstaltungen und Veröffentlichungen.
Perspektivisch sind die Linken sich einig: Mit der Überwindung des Kapitalismus geht es auch um die Überwindung der Lohnarbeit. Worüber es keine Einigkeit gibt ist die Frage, ob die Forderung nach Recht auf Arbeit (heute noch) in den Klassenauseinandersetzungen sinnvoll ist oder ob die Forderung nur sofort und unmittelbar lauten kann: Abschaffung der Lohnarbeit.
Claudia von Zglinicki beschreibt in ihrem Artikel in "Freitag 17" das Wirken von Louise Otto, die mit der Frauen-Zeitung ein Forum für das Recht der Frauen auf Erwerbsarbeit geschaffen hat. (April 23, 1999)
Jochen Schäfer geht in seinem Artikel in "impulse" der Frage nach, wer oder was schon "normal" bzw. "behindert" ist. Auch Menschen mit Behinderungen wollen in das allgemeine Erwerbsleben eingegliedert werden. (January 11, 1999)
Der Artikel im "Spiegel" gibt einen Auszug aus dem neuen Buch "Keine Angst vor der Globalisierung" von SPD-Chef Oskar Lafontaine und seiner Frau Christa Müller wieder. (March 9, 1998)